
Kimchi selber machen: Einfaches Rezept und alle wichtigen Infos zur Fermentation
Kimchi ist ein fermentiertes Gemüse aus der koreanischen Küche. Es begeistert durch seinen würzig-scharfen Geschmack und seine probiotische Wirkung. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du Kimchi ganz einfach selbst herstellen kannst – Schritt für Schritt erklärt und ohne komplizierte Zutaten. Egal, ob du Anfänger bist oder dich bereits mit Fermentation auskennst – hier findest du alles, was du für dein erstes Kimchi brauchst.
Was ist Kimchi?
Kimchi ist ein traditionell fermentiertes koreanisches Gemüsegericht, das inzwischen weltweit als Superfood gefeiert wird. Die Basis bildet in der Regel Chinakohl, der mit Salz, Knoblauch, Ingwer, Chili und weiteren Zutaten eingelegt und fermentiert wird. Dabei entsteht durch die natürliche Milchsäuregärung ein einzigartig würzig-saurer Geschmack. Kimchi ist nicht nur ein fester Bestandteil der koreanischen Küche, sondern auch eine wahre Nährstoffbombe, die voller Vitamine, Ballaststoffe und natürlicher Probiotika ist.
Ich habe mich lange nicht an selbst gemachtes Kimchi herangetraut, aber als ich es zum ersten Mal probiert habe, war klar: Es ist einfacher, als man denkt, und der Geschmack ist unschlagbar. Und genau darum geht es in meinem Rezept.
Was ist in Kimchi drin?
Die Grundzutaten für das klassische Kimchi sind Chinakohl, Salz, Knoblauch, Ingwer, koreanisches Chilipulver (Gochugaru), Fisch- oder Sojasauce, Frühlingszwiebeln sowie manchmal Karotten oder Rettich. Je nach Region, Saison und persönlichem Geschmack kann die Mischung stark variieren. Es gibt sogar vegane Varianten, bei denen auf Fischsauce verzichtet wird. Manchmal wird auch Obst, wie beispielsweise Birne oder Apfel, verwendet, um der Paste eine leicht süssliche Note zu verleihen.
Ich persönlich halte es bei Kimchi gerne einfach, denn weniger ist oft mehr – besonders, wenn man die typischen Aromen unverfälscht geniessen möchte.
Wonach schmeckt Kimchi?
Der Geschmack von Kimchi ist schwer zu beschreiben – und genau das macht ihn so spannend. Es ist eine Mischung aus scharf, sauer, würzig und umami. Frisch angesetzt ist es noch knackig und eher salzig-würzig. Mit zunehmender Fermentation entwickelt es eine angenehm säuerliche Note, die an Sauerkraut erinnert, aber komplexer ist. Je länger es fermentiert, desto intensiver wird der Geschmack. Viele lieben den „funky“ Geschmack, der durch die Gärung entsteht.
Wenn du Kimchi zum ersten Mal probierst, könnte es dir zunächst ungewohnt vorkommen. Doch nach wenigen Bissen wird deutlich, warum so viele von ihnen begeistert sind – es entfacht eine Sucht!
Was muss man bei Kimchi beachten?
Beim Kimchi-Machen ist Sauberkeit das A und O. Das Gemüse sollte gründlich gewaschen, die Gläser sterilisiert und die Hände sauber sein. Wichtig ist auch, dass das Gemüse vollständig mit Flüssigkeit bedeckt ist und keine Luft eingeschlossen wird, da sonst Schimmelgefahr besteht. Ich empfehle, beim Mischen der Paste Handschuhe zu tragen, da das Chilipulver stark färbt und sehr scharf ist.
Ausserdem sollte man Kimchi nicht zu voll in Gläser füllen, da während der Fermentation Gase entstehen, die Platz benötigen. Ich lasse daher immer 2–3 cm Platz nach oben.
Wie lange muss Kimchi fermentieren?
Die Fermentationsdauer hängt stark von der Umgebungstemperatur sowie dem gewünschten Geschmack ab. In der Regel lässt man Kimchi 2 bis 3 Tage bei Zimmertemperatur stehen, damit die Gärung beginnt. Anschliessend sollte es im Kühlschrank weiterreifen, wo es Wochen oder sogar Monate haltbar bleibt und mit der Zeit immer intensiver im Geschmack wird.
Ich persönlich finde es nach etwa einer Woche perfekt, wenn es leicht säuerlich, aber noch knackig ist.
Wie isst man Kimchi richtig?
In Korea wird Kimchi zu fast jeder Mahlzeit als Beilage gereicht, klassischerweise zu Reis, in Suppen oder Pfannengerichten. Aber auch in Bowls, Sandwiches, Burgern oder sogar als Topping auf Pizza macht es sich richtig gut. Ich liebe es zum Beispiel zu einem einfachen Spiegelei auf Reis: schnell, lecker und nahrhaft.
Wichtig ist, Kimchi immer mit sauberem Besteck zu entnehmen und die Packung wieder gut zu verschliessen, damit es nicht verunreinigt wird. So hält es sich im Kühlschrank mehrere Wochen bis Monate.
Wie viel Kimchi darf man am Tag essen?
Kimchi ist zwar gesund, aber wie bei allem gilt: Die Menge macht’s. Durch die Fermentation enthält Kimchi viele nützliche Bakterien, die sich positiv auf die Darmflora auswirken können. Gleichzeitig enthält es relativ viel Salz, weshalb man es in Massen geniessen sollte. Allgemein gelten 50–100 g pro Tag als unbedenklich und gesund.
Mein Fazit zum Kimchi selber machen
Kimchi ist viel mehr als nur fermentierter Kohl. Es ist ein Stück Kultur, ein Geschmackserlebnis und ein echtes Gesundheitswunder. Wenn du Lust hast, dich an ein einfaches Kimchi-Rezept zu wagen, dann probier doch mein Rezept aus! Es braucht etwas Zeit und Geduld, aber es lohnt sich in jeder Hinsicht.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Kimchi Rezept
Kann ich das Kimchi auch vegan zubereiten?
Ja, ersetze die Fischsauce einfach durch Sojasauce – das ist im Rezept als vegane Variante vorgesehen. Der Geschmack bleibt würzig-umami, nur ohne die fischige Note.
Wie kann ich die Schärfe an meinem Kimchi anpassen?
Passe die Schärfe über die Menge des koreanischen Chilipulvers (Gochugaru) an. Im Rezept sind 1 EL je nach Schärfewunsch vorgesehen – nimm weniger für mild, mehr für extra scharf.
Mein Kimchi blubbert und etwas Flüssigkeit läuft aus – ist das normal?
Ja, das ist normal, denn bei der Gärung entstehen Gase. Lass im Glas 2–3 cm Platz, stelle es während der 3 Tage bei Zimmertemperatur auf einen Teller und drücke das Gemüse beim Abfüllen gut fest, damit keine Luftblasen bleiben.






















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