
Sauerteigbrot selber backen – mein Weg zum perfekten Brot
Sauerteigbrot ist für mich mehr als nur ein Lebensmittel – es ist ein kleines Stück Handwerk, das Geduld, Leidenschaft und gutes Mehl vereint. Als ich zum ersten Mal versucht habe, Sauerteigbrot selbst zu backen, war ich überrascht, wie wenige Zutaten man benötigt und welche Magie in der langen Teigführung steckt. Kein anderes Brot hat für mich diesen unverwechselbaren Geschmack, diese knusprige Kruste und diese saftige Krume.
Welche Zutaten brauche ich für ein Sauerteigbrot?
Was ist das Schönste am Sauerteigbrot? Man braucht nur Mehl, Wasser, Salz und einen aktiven Sauerteig-Ansatz. Alles andere kommt mit der Zeit und mit der Technik. In diesem Beitrag teile ich meine Erfahrungen und Tipps zum Backen von Sauerteigbrot – vom Ansetzen des Teigs bis zum duftenden Laib aus dem Ofen.
Was macht Sauerteigbrot so besonders?
Sauerteigbrot unterscheidet sich grundlegend von industriell hergestelltem Brot. Es kommt ohne zugesetzte Hefe aus, denn der Sauerteig besteht aus wilden Hefen und Milchsäurebakterien, die das Brot auf natürliche Weise lockern. Dieser Fermentationsprozess sorgt für die typische Säure und dafür, dass das Brot länger frisch bleibt und oft besser verträglich ist – insbesondere für Menschen, die empfindlich auf industriell verarbeitete Backwaren reagieren.
Wie lange muss man Sauerteigbrot gehen lassen?
Wer Sauerteigbrot backen möchte, braucht vor allem eines: Geduld. Der Teig muss insgesamt zwischen 12 und 18 Stunden ruhen. Diese lange Teigführung ist entscheidend für die Entwicklung des Aromas und der Textur. Ich bereite meinen Teig meist am Abend vor und lasse ihn über Nacht bei Raumtemperatur ruhen. Morgens falte ich den Teig, lasse ihn erneut gehen und backe ihn schliesslich aus. Dieses Ritual ist inzwischen fester Bestandteil meiner Wochenenden.
Die lange Gehzeit hat aber nicht nur geschmackliche Vorteile. Durch die Fermentation werden schwer verdauliche Bestandteile im Mehl abgebaut, wodurch das Brot bekömmlicher wird. Zudem werden Nährstoffe wie Mineralien besser verfügbar.
Wie wird Sauerteigbrot fluffig?
Wenn ich eines gelernt habe, dann das: Sauerteigbrot braucht Aufmerksamkeit, aber keine Perfektion. Der wichtigste Schritt ist ein aktiver, kräftiger Sauerteig-Starter. Nur wenn der richtig blubbert und nach Joghurt oder mildem Essig duftet, ist er einsatzbereit. Ich füttere meinen Starter regelmässig mit Mehl und Wasser – wie ein kleines Haustier.
Auch die richtige Teigkonsistenz ist entscheidend. Der Teig sollte weich und leicht klebrig sein, aber nicht flüssig. Anfangs war ich oft unsicher, ob der Teig „richtig“ ist. Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür. Und falls mal etwas nicht klappt: Nicht aufgeben. Jeder Laib ist eine neue Chance, es besser zu machen.
Ist Sauerteigbrot gesünder als normales Brot?
Ich finde, Sauerteigbrot hat einige gesundheitliche Vorteile gegenüber normalem Brot. Durch die lange Fermentation werden die Nährstoffe im Mehl besser aufgeschlossen. Das verbessert die Verdaulichkeit und lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen. Ausserdem enthält Sauerteig probiotische Kulturen, die sich positiv auf die Darmgesundheit auswirken können. Generell enthält Sauerteigbrot oft mehr Mineralstoffe und weniger Zusatzstoffe als industriell hergestelltes Brot. Trotzdem hängt die Gesundheit auch vom verwendeten Mehl und den Zutaten ab: Ein Vollkorn-Sauerteigbrot ist beispielsweise gesünder als ein Weissbrot.
Sauerteigbrot ist einfach echtes Brot
Obwohl es anfangs kompliziert erscheinen mag, ist die Zubereitung von Sauerteigbrot eigentlich ganz einfach, wenn man den Dreh einmal heraushat. Es geht nicht um Perfektion, sondern um das Erlebnis. Und darum, sich Zeit zu nehmen für etwas Echtes.







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